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WOFÜR WIRD PLASMA VERWENDET?

Plasma, also der gelbliche, flüssige Anteil des Blutes, enthält Hunderte von Proteinen wie z. B. Antikörper zur Bekämpfung von Krankheiten oder Gerinnungsfaktoren zum Steuern der Blutgerinnung. Wenn eines der Plasmaproteine nicht in ausreichenden Mengen vorhanden ist, kann der Körper der betroffenen Person bestimmte lebenswichtige Funktionen nicht ausführen. Dies kann zu einer Vielzahl von chronischen und lebensbedrohlichen Erkrankungen führen.

Immer mehr Menschen brauchen im Laufe ihres Lebens Medikamente, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden. Manche benötigen Plasma im Rahmen einer medizinischen Notversorgung etwa nach einem Unfall oder bei einer Operation. Andere Menschen sind ein Leben lang auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen, um überleben zu können.

Da Plasma nicht künstlich hergestellt werden kann, sind die Betroffenen darauf angewiesen, dass andere Menschen für sie ihr Plasma spenden.

So benötigt man

  • ca. 1.200 Plasmaspenden, um einen hämophilen Patienten (=Bluter) ein Jahr lang mit dem fehlenden Gerinnungsfaktor versorgen zu können
  • ca. 900 Plasmaspenden, um einen Patienten mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ein Jahr lang versorgen zu können
  • ca.130 Plasmaspenden, um einen Patienten mit primärem Immundefekt ein Jahr lang behandeln zu können.

PLASMA IST EIN UNERSETZLICHER ROHSTOFF

Plasma rettet Leben und erhöht die Lebensqualität kranker Menschen!


PRODUKTE AUS PLASMA

Wichtige Arzneimittel, die aus menschlichen Plasmaproteinen hergestellt werden:

Immunglobuline: oder auch „Antikörper“ genannt, deren weltweiter Bedarf ständig steigt. Für Immunglobuline gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten:

Beim angeborenen Mangel (sogenannte „Primäre Immundefekte“ oder „PID“) und beim erworbenen Mangel an Immunglobulinen kann sich ein Patient nicht ausreichend gegen diverse  Erreger schützen, weil ihm die Abwehrzellen fehlen. Solche Patienten leiden an schweren, chronischen und wiederkehrenden Infektionen; die aus Plasmaspenden gewonnenen Antikörper können den Patienten vor diesen Infektionen schützen.
Außerhalb der „PID“ gibt es zahlreiche Krankheitsbilder, bei denen Immunglobuline Leben retten können, z.B.: Kawasaki-Syndrom, Immunthrombozytopenie (auch bei Neugeborenen), Graft-versus-Host-Reaktionen, Lyell-Syndrom, Guillain-Barré-Syndrom.

Weiters können trotz intakter Abwehr Viren lebensbedrohliche Infekte wie z.B. Tetanus, Tollwut, Gehirnhautentzündung und Hepatitis hervorrufen; auch diese können erfolgreich mit Immunglobulinen behandelt werden.

Alpha-1-Proteinase-Inhibitor: Menschen mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel leiden an chronischem Lungenemphysem und Leberschäden, die unbehandelt tödlich enden können. Durch Gabe eines Medikamentes, das dieses Enzym enthält, können diese Menschen ein nahezu normales Leben führen.

Albumin: wird bei schweren Verletzungen oder Verbrennungen eingesetzt, bei denen Eiweiß- und Flüssigkeitsverlust einen lebensbedrohenden Schock verursachen können; stabilisiert den Kreislauf.

Fibrinogen/Fibrinkleber: Damit kann man schwerste Verletzungen der inneren Organe behandeln und zum lokalen Wundverschluss einsetzen. Auch gerissene Sehnen und Nervenstränge im neurochirurgischen Bereich lassen sich mit Fibrinkleber wieder verbinden.

Anti-D Immunglobuline: verhindern die gefürchteten Schwangerschaftskomplikationen im Sinne von Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Eltern und Kind (Rhesus Krankheit).

Gerinnungsfaktorenkonzentrate: Hämophilie-Patienten fehlt ein Gerinnungsfaktor, wodurch der Körper Blutungen nicht kontrollieren kann; Folge sind z. B. Gelenkschäden, in schweren Fällen Blutungen im Gehirn oder in lebenswichtigen Organen. Durch die prophylaktische Gabe von rekombinanten oder plasmatischen Gerinnungsfaktoren können diese Menschen ein weitgehend normales Leben führen.


VON DER PLASMASPENDE ZUM FERTIGEN MEDIKAMENT

Die Herstellung von Medikamenten aus Plasmaproteinen ist langwierig und komplex.

Es dauert bis zu zwölf Monate von der Plasmaspende bis zur Herstellung des fertigen Medikamentes, mit dem Patienten behandelt werden können.

Jede Plasmaspende wird 60 Tage lang gefriergelagert, bevor sie mit anderen Plasmaspenden zur weiteren Verarbeitung zusammengeführt wird. Dieses Ausgangsmaterial, bestehend aus vielen Einzelspenden, wird erneut getestet, bevor der eigentliche Herstellungsprozess, die sogenannte Fraktionierung, beginnt.

Die Plasmafraktionierung ist ein Verfahren zur Gewinnung von Proteinen aus menschlichem Blutplasma. Dabei wird das Plasma mit Hilfe verschiedener physikalischer Methoden in einzelne Fraktionen aufgetrennt und gereinigt.

Da Plasma heute noch nicht künstlich erzeugt werden kann, ist man bei der Herstellung vieler Präparate auf die Plasmaspende angewiesen!


Kontakt

Plasmavita HEALTHCARE GMBH

Die Plasmavita Healthcare GmbH ist ein modernes Unternehmen, welches auf die Gewinnung, den Verkauf und die Lieferung von humanem Blutplasma zur weiteren Verarbeitung zu Humanarzneimitteln spezialisiert ist.

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Sollten Sie darüber hinaus Informationen wünschen, bitten wir Sie, Ihre Fragen direkt an die Spezialisten von Plasmavita (spenderinfo@plasmavita.de) zu richten.